Andreaskreuz
Wer ein Fahrzeug führt, muss dem Schienenverkehr Vorrang gewähren. 2. Wer ein Fahrzeug führt, darf bis zu 10 m vor diesem Zeichen nicht halten, wenn es dadurch verdeckt wird. 3. Wer ein Fahrzeug führt, darf vor und hinter diesem Zeichen a) innerhalb geschlossener Ortschaften (Zeichen 310 und 311) bis zu je 5 m, b) außerhalb geschlossener Ortschaften bis zu je 50 m nicht parken. 4. Ein Zusatzzeichen mit schwarzem Pfeil zeigt an, dass das Andreaskreuz nur für den Straßenverkehr in Richtung dieses Pfeils gilt. Erläuterung Das Zeichen (auch liegend) befindet sich vor dem Bahnübergang, in der Regel unmittelbar davor. Ein Blitzpfeil in der Mitte des Andreaskreuzes zeigt an, dass die Bahnstrecke eine Spannung führende Fahrleitung hat.
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Wenn du das Zeichen siehst
Verringere die Geschwindigkeit, beobachte den Bahnübergang und gewähre jedem Schienenfahrzeug Vorrang. Nähert sich ein Zug oder darf der Bahnübergang wegen rotem Licht, geschlossener beziehungsweise sich senkender Schranke oder eines Halt gebietenden Bahnmitarbeiters nicht überquert werden, musst du vor dem Andreaskreuz warten.
Regeln
- Schienenfahrzeuge haben am Andreaskreuz Vorrang; das gilt auch gegenüber langsam fahrenden oder rangierenden Zügen.
- Bis zu 10 m vor dem Zeichen darfst du nicht halten, wenn das Andreaskreuz dadurch verdeckt würde.
- Innerhalb geschlossener Ortschaften ist das Parken bis zu je 5 m vor und hinter dem Andreaskreuz verboten.
- Außerhalb geschlossener Ortschaften ist das Parken bis zu je 50 m vor und hinter dem Andreaskreuz verboten.
- Ein Zusatzzeichen mit schwarzem Pfeil beschränkt die Geltung auf den Straßenverkehr in Pfeilrichtung; ein Blitzpfeil im Andreaskreuz weist auf eine Spannung führende Fahrleitung hin.
Tipps
- Fahre so heran, dass du vor dem Andreaskreuz sicher anhalten kannst, und achte in beide Richtungen auf Schienenfahrzeuge.
- Überquere die Gleise erst, wenn du sie ohne Halt vollständig räumen kannst; fahre bei einem Rückstau nicht auf den Bahnübergang.
- Verlasse dich nicht allein auf Schranken oder Lichtzeichen, sondern achte zusätzlich auf Sicht- und akustische Signale.
- Halte beim Warten ausreichend Abstand zu den Gleisen und bleibe vor dem Andreaskreuz beziehungsweise der Haltlinie.
Häufige Missverständnisse
- Das Andreaskreuz wird mit Zeichen 205 verwechselt: Es bedeutet nicht allgemein „Vorfahrt gewähren“, sondern gibt speziell dem Schienenverkehr Vorrang.
- Manche Fahrschüler glauben, bei geöffneten Schranken bestehe kein Vorrang für Züge. Der Vorrang des Schienenverkehrs gilt aufgrund des Andreaskreuzes unabhängig davon.
- Die Abstände werden verwechselt: Das sichtbehindernde Halten ist bis zu 10 m davor verboten, während das Parkverbot innerorts je 5 m und außerorts je 50 m vor und hinter dem Zeichen gilt.
Prüfungstipp
Prüfungsfragen kombinieren häufig die unterschiedlichen Entfernungen: 10 m gelten nur für das Halten vor dem Zeichen, wenn es sonst verdeckt würde; beim Parken gelten dagegen innerorts 5 m und außerorts 50 m jeweils vor und hinter dem Andreaskreuz.
Wusstest du schon
Der Name geht auf den Apostel Andreas zurück, der der Überlieferung nach an einem schräg gekreuzten Kreuz starb. Das Zeichen kann auch liegend angebracht sein und steht in der Regel unmittelbar vor dem Bahnübergang.
Häufige Fragen
Muss ich am Andreaskreuz immer vollständig anhalten?
Nein, das Andreaskreuz allein schreibt keinen generellen Stopp vor. Du musst aber so heranfahren, dass du den Vorrang des Schienenverkehrs beachten und erforderlichenfalls rechtzeitig anhalten kannst.
Wo muss ich warten, wenn sich ein Zug nähert?
Du wartest vor dem Andreaskreuz, bei vorhandener Haltlinie vor dieser. Dabei darfst du weder auf den Gleisen noch im Gefahrenbereich des Bahnübergangs stehen.
Darf ich bei geöffneten Schranken sofort über die Gleise fahren?
Nur wenn kein Schienenfahrzeug naht, keine Licht- oder Schallzeichen das Warten verlangen und du den Übergang vollständig räumen kannst. Bei stockendem Verkehr darfst du nicht auf die Gleise fahren.
Was bedeutet der Blitzpfeil in der Mitte des Andreaskreuzes?
Er kennzeichnet eine Bahnstrecke mit Spannung führender Fahrleitung. Das ist besonders bei hohen Fahrzeugen, Ladungen und Arbeiten in der Nähe der Oberleitung wichtig.
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